Wespen stören im Sommer viele Menschen beim nachmittäglichen Genuss von Kuchen, Saft und Eis. “Gezielt vertreiben lassen sich Wespen nicht”, sagt Eduard Keller vom NABU Mosbach. “Konflikte kann man aber mit einfachen Mitteln vermeiden: Nicht nach Wespen schlagen oder sie wegpusten, denn hektische Bewegungen machen Wespen aggressiv. Süße Nahrungsmittel abdecken und Getränke am besten mit Strohhalm trinken, um gefährlichen Stichen in der Mundhöhle vorzubeugen. Wer diese Tipps beherzigt, kann seine Torte gelassen essen.”

 

Insbesondere die größte heimische Wespenart löst bei vielen Menschen Angst aus: die Hornisse. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass wenige Stiche reichen, um einen Menschen zu töten. Tatsächlich braucht es rund 1.000 Hornissenstiche, um das Leben eines erwachsenen Menschen zu gefährden. Bedrohlich kann es allerdings für Allergiker werden - auch wenn die Wahrscheinlichkeit, durch einen Insektenstich zu sterben, lediglich derjenigen gleicht, von einem Blitz getroffen zu werden.

 

Neben dem vermeintlichen Ärger kann der Nutzen dieser Insekten gar nicht hoch genug geschätzt werden. Tatsache ist, dass ein Hornissenvolk pro Tag 500 Gramm Insekten vertilgt. Tatsache ist auch, dass Bienen nicht nur Honig produzieren, sondern durch das Bestäuben von Blüten eine kostenlose Arbeitsleistung erbringen. “Meine Kirschen verdanke ich den Bienen und Hummeln. Ich kann ja nicht jede Blüte mit der Hand bestäuben”, sagt Eduard Keller.

 

Mit seiner Broschüre “Bienen, Wespen und Hornissen - kein Grund zur Panik” möchte der NABU Ängste abbauen und Interesse für diese Insekten wecken. Wen das Thema packt, kann anpacken und seltenen, bedrohten Bienenarten oder Hummeln ein Zuhause chaffen. Die Broschüre enthält Anleitungen zum Nistkastenbau und für die Gartengestaltung. Darin finden sich außerdem Kontaktadressen von Fachleuten und Leseempfehlungen.

 

Die Broschüre kann gegen sechs Briefmarken zu je 0,55 Euro angefordert werden bei: NABU Baden-Württemberg, Tübinger Straße 15, 70178 Stuttgart, Tel.: 0711 / 9 66 72 - 12, Service@NABU-BW.de oder auch auch direkt vor Ort beim NABU-Mosbach jeden ersten Montagabend im Monat im Umweltzentrum in der Heugasse 6.

 

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